Bericht aus dem Main Echo - Bürgerehrung des Landkreises
Es sind nicht große Schlagzeilen, sondern leiser, beständiger Einsatz, der eine Gesellschaft zusammenhält. Genau diesem Engagement widmete der Landkreis Miltenberg am Montag seinen Ehrenabend. Die Ehrungen zeigten die ganze Bandbreite des Engagements - von Heimatpflege über Bildung bis hin zu Rettungswesen und sozialem Einsatz. Höhepunkt war die Verleihung des Ehrenpreises des Landkreises.
Stellvertretender Landrat Bernd Schötterl führte durch den Abend - und tat dies mit spürbarer persönlicher Note, denn es war sein letzter Ehrenabend in dieser Funktion. In seiner Rede stellte er den Menschen in den Mittelpunkt: als verantwortungsbewusstes, frei handelndes Wesen, das bereit ist, sich für andere einzusetzen. Für Schötterl ist klar: Eine funktionierende Gesellschaft lebt von genau diesem freiwilligen Engagement.
Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 5.000 Ehrenamtskarten, hunderte Einsatzstellen und nahezu jeder zweite Erwachsene im Landkreis engagiert sich freiwillig. Diese beeindruckende Bilanz spiegelte sich auch in der Vielzahl der Ehrungen wider. Ausgezeichnet wurden Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen - von Heimat- und Archivpflege über Bildung bis hin zu Rettungswesen, Pflege und sozialem Engagement.
Staatliche Ehrungen wie der "Weiße Engel" oder der Bayerische Verfassungsorden würdigten darüber hinaus besondere Lebensleistungen. Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Ehrenpreises des Landkreises - eine Auszeichnung für jahrzehntelanges, prägendes Wirken.
Der künftige Landrat Björn Bartels hob in seinem Grußwort die große Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Engagement in Vereinen, Organisationen und Hilfsdiensten sei unverzichtbar und verdiene öffentliche Anerkennung. Zugleich dankte er auch den Familien und Unterstützenden im Hintergrund sowie den Mitarbeitenden des Landratsamts für ihren Einsatz. Die Geehrten bezeichnete er als wichtige Vorbilder für die Gemeinschaft im Landkreis. Dietmar Fieger, Vertreter des Bayerischen Gemeindetags und scheidender Obernburger Bürgermeister, hob die zentrale Rolle freiwilligen Einsatzes für das Funktionieren von Staat und Gesellschaft hervor. Mit dem Zitat von Ernst-Wolfgang Böckenförde "Der Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht geschaffen hat" machte Fieger deutlich, dass ein funktionierendes Gemeinwesen nicht allein durch staatliche Strukturen entstehe. Vielmehr seien es die Bürgerinnen und Bürger, die durch Engagement und Einsatz für die Demokratie die Grundlage dafür schaffen.
Den musikalischen Rahmen gestaltete Adrian Dederer am Flügel und am Saxophon der mit Werken wie der "Promenade" aus "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski sowie weiteren Stücken Akzente setzte.
Beim Ehrenabend 2026 wurden zahlreiche Persönlichkeiten für ihr langjähriges und herausragendes Engagement ausgezeichnet.
Eine Ehrenplakette des Landkreises gingen auch an unseren 1. Schützenmeister Manfred Kuhn.
Text: Main-Echo